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SchönerDenken Podcast zwischen Kirk und Kafka

Schweigend aus dem Kino gehen? Nicht mit uns: Wir müssen reden!


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Alle Filme eines Regisseurs zu sehen und im Podcast zu besprechen ist schon eine ambitionierte Idee. Michael von Schneeland kam darauf, als er Filme des wenig bekannten japanischen Regisseurs Keisuke Kinoshita sah. Jetzt hat er Thomas mit dieser Idee angesteckt. Die Reihe wird uns noch einige Zeit beschäftigen und auf beiden Blogs - Schneeland und SchönerDenken - erscheinen. Angefangen haben wir (noch im #Japanuary) mit PORT OF FLOWERS. Nun folgt der zweite Film THE LIVING MAGOROKU von 1943 (den einige Quellen als das eigentliche Erstlingswerk einordnen). Es geht um die Rolle von Tradition in einer sich verändernden Welt: Auf einem historischen Schlachtfeld wird aus Respekt vor den Ahnen der 1573 gefallenen Kriegern von der respektablen Familie Onagi keine Landwirtschaft betrieben, obwohl es sehr fruchtbares Land ist und in Kriegszeiten jedes Feld benötigt wird. Und es geht um die legendären Schwerter des Schmieds Magoroku. Ein Offizier glaubt eines zu besitzen, ein anderer musste sein Magoroku-Schwert verkaufen, um sein Medizinstudium zu finanzieren. Kinoshita webt als Drehbuchautor noch zwei weitere Handlungsstränge um den kranken Sohn der Familie Onagi und eine nicht erlaubte Hochzeit ein. Michael und Thomas diskutieren über einen epischen Samurai-Einstieg in den Film, bei dem Michael an Kurosawas KAGEMUSHA (1980) und RAN (1985) denken muss, sie diskutieren über Aberglaube, Generationenkonflikte, Grenzen der Propaganda, über eine Überdosis Optimismus und das Horrorhämmerchen der Großmutter, ein ONIBABA-Moment, den Thomas so schnell nicht vergessen wird.

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Vielleicht alles ein bisschen zu viel? Zu viele Jahre (10), zu viele Filme (18), zu viele Helden (24)? Wie auch immer, es war das erwartete Spektakel: bunt und actiongeladen, mit starken Frauenfiguren und einigem comic relief, viel Thor, viel Wiedersehen und Drama und Düsternis. Apropos Drama - das riecht hier alles nach einem Taschenspielertrick, aber wir wollen nicht spoilern. Auch nicht im Podcast - zumindest nicht vor dem Spoiler-Alarm. Am Mikrofon waren direkt nach dem Kino: Johanna, Hendrik, Harald, Tom und Thomas.

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Wer Lärm macht, stirbt. Das ist die einfache Prämisse des Horrorfilms A QUIET PLACE. Im Mittelpunkt steht die Familie Abbott und die verhält sich fast ausnahmslos vernünftig - ganz ungewöhnlich im Horrorgenre. Der Vorteil der Familie, durch die taube Tochter beherrschen alle die Gebärdensprache. Schon nach wenigen Minuten ist klar, wie real die Gefahr ist, nach dem ersten Schock, hält uns der ausgesprochen dialogarme Film durchgehend in Spannung - auch durch die wie immer großartige Emily Blunt, die als Hochschwangere der tödlichen Gefahr ins Auge sieht … Emily Blunts Ehemann John Krasinski spielt auch im Film den Ehemann und inszeniert als Regisseur Geräusche, Schweigen, den Soundtrack und ohrenbetäubende Taubheit sehr beeindruckend. Ein echtes Genre-Juwel, das genau im richtigen Augenblick endet. Tom und Thomas sind direkt nach dem Film total begeistert.

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Das ist eine mutige Entscheidung: Petzold verfilmt Anna Seghers Roman aus dem Zweiten Weltkrieg nicht als Kostümfilm, sondern versetzt ihn optisch ins Jahr 2017, passt aber die Vorlage, die Sprache, die Handlung nicht an. Das hat Johanna und Thomas eine Zeitlang sehr irritiert, bis die Figuren, die Handlung und die Emotionen in den Vordergrund treten. Petzold aber gelingt durch diese Ungleichzeitigkeit der gewünschte Effekt: Das Geschehen wird von uns Zuschauern nicht in die 1940er projeziert und weggeschoben, es ist absolut klar, das die gezeigte Vergangenheit unsere eigene Zukunft sein könnte. Großartig besetzt mit Franz Rogowski und vielen anderen. Absolut sehenswert - finden Johanna und Thomas direkt nach dem Film im Podcast.

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Soviele Zitate - das ist laut Heidi ein eindeutiger Beleg dafür, dass eine Epoche zuende geht. Fragt sich nur welche? Wahrscheinlich die Epoche, in der die Popkultur der 1980er von Bedeutung war. In den Anspielungen lässt sich schwelgen, Wiedererkennen macht Freude, ohne Zweifel, aber nur in Shinings Overlook-Hotel wird bei Spielberg daraus mehr als nur nostalgische Dekoration. Insgesamt durchgehend naiv, manchmal erfrischend bunt, aber ein guter Film ist READY PLAYER ONE nicht. Ein Blockbuster vielleicht, ein Spaß für viele bestimmt, aber kein wirklich guter Film. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Heidi, Johanna, Harald, Tom und Thomas.

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